Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.
Vortrag der Berliner Kuratorin und Autorin Övül Ö. Durmuşoğlu in Kooperation mit der Bauhaus Universität Weimar
Die DIS/ORIENTING LECTURE SERIES freut sich, Övül Ö. Durmuşoğlu zu willkommen zu heißen.
Övül Ö. Durmuşoğlu ist eine in Berlin lebende Kuratorin, Autorin und Pädagogin. Ihre Interessen liegen im Schnittpunkt von zeitgenössischer Kunst, Politik, kritischer und Gender-Theorie und Populärkultur. Als Kuratorin agiert sie zwischen dem Ausstellungswesen und öffentlichem Programmen, singulären Sprachen und kollektiven Energien, materiellen und immateriellen Abstraktionen, weltlichen Immersionen und politischen Kosmologien.
DIS/ORIENTING ist eine diskursive künstlerische Plattform, die vom MFA-Studiengang „Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien“ der Bauhaus-Universität Weimar für das Wintersemester 22/23 eingerichtet wurde. Sie zielt darauf ab, Kunst als Mittel zur sozialen Transformation durch die Koordinaten von Raum, Ort, Umgebung, Achsen, Routen, Verbindungen und dem Körper zu untersuchen.
Die DIS/ORIENTING Vortragsreihe will erforschen, wie Kunst zu Gesellschaften beitragen kann, die von heterogenen Erfahrungen von Vertreibung und Migration geprägt sind, und wie wir als Menschen und Kunstschaffende in neuen, herausfordernden Situationen, Räumen und komplexen Themenwelten dis/uns orientieren und handeln. Verschiedene internationale Künstler*innen und Kuratoren*innen werden den Studiengang dabei unterstützen, Strategien von Kunst und Kultur unter herausfordernden Bedingungen von Flucht, Angst, Migration und Konfrontation mit der Vergangenheit und Gegenwart von Krieg und Gewalt, persönlichen, sozialen und politischen Gegensätzen zu untersuchen.
Audre Lorde schrieb: "Die Werkzeuge des Meisters werden nie das Haus des Meisters abreißen". Welche Aussichten bietet diese intersektionale Zusammenarbeit zwischen künstlerischen Praktiken und kuratorischen Diskursen für eine Zukunft, in der Hegemonien abgebaut werden? Wie können der dekoloniale Ansatz und die postkoloniale Praxis dazu beitragen, dass sich kuratorische Praxis jenseits der vorgegebenen Strukturen klassischer Ausstellungen und Sammlungen entwickelt? Wie können künstlerische und kuratorische Praktiken in den Methoden der Sozial- und Selbstfürsorge verwurzelt werden?
Ein Projekt des MFA-Studiengangs "Public Art and New Artistic Strategies“ der Bauhaus-Universität Weimar, organisiert von Vertr.-Prof. Ina Weise, Arijit Bhattacharyya, Lea Maria Wittich und Jirka Reichmann (Koordinatorin). Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
ENGLISH VERSION
The DIS/ORIENTING LECTURE SERIES is happy to welcome Övül Ö. Durmuşoğlu.
Övül Ö. Durmuşoğlu is a curator, writer and educator living in Berlin. Her interests lie in the intersection of contemporary art, politics, critical and gender theory and popular culture. As a curator, she acts between exhibition making and public programming, singular languages and collective energies, material and immaterial abstractions, worldly immersions and political cosmologies.
DIS/ORIENTING is a discursive artistic platform established by the MFA Public Art and New Artistic Strategies at Bauhaus-University Weimar for the winter semester 22/23. It aims to research art as means for social transformation through the coordinates of space, place, environment, axes, routes, links, and the body.
The DIS/ORIENTING Lecture Series wants to explore how art can contribute to societies marked by heterogeneous experiences of displacement and migration and how we as people and artists dis/orient and act in new, challenging situations, spaces and complex thematic worlds. Various international artists and curators will help the programme examine strategies of art and culture under challenging conditions of flight, anxiety, migration and confrontation with the past and present of war and violence, with personal, social and political antagonism.
Audre Lorde noted, "The master's tools will never dismantle the master's house". What are the prospects of this intersectional collaboration between artistic practices and curatorial discourses for a future where hegemonies are disassembled? How can the decolonial approach and postcolonial practice help curatorial practices to evolve beyond the given structures of classical exhibitions and collections? How can artistic and curatorial practices be rooted in the methodologies of social and self-care?
A project by the MFA programme “Public Art and New Artistic Strategies” at the Bauhaus-Universität Weimar, organized by Associate Prof. Ina Weise, Arijit Bhattacharyya, Lea Maria Wittich and Jirka Reichmann (coordinator). The lecture will be held in English language.
Eintritt frei